Mrz 15

Rima das Dschungelmädchen +++ Hernan der Korsar +++ Perlen der Comicgeschichte Band 3: Fletcher Hanks’ bizarre Comic-Kunst

Posted in Comics von Lars

Bildschriftenverlag Hannover

Rima das Dschungelmädchen +++ Hernan der Korsar +++ Perlen der Comicgeschichte Band 3: Fletcher Hanks’ bizarre Comic-Kunst - Bildschriftenverlag Hannover

Es ist doch schon immer wieder erstaunlich, was der Ein-Mann-Betrieb Eckhard Friedrich vom BSV Hannover an Comicperlen entdeckt und für die Comicfans neu publiziert.

Schon erschienen ist das Heft Illustrierte Klassiker Nr. 234 mit dem Titel „Rima das Dschungelmädchen“ (nach dem Roman von William Henry Hudson, Originaltitel: Green Mansions). Die romantisch-mystische Liebesgeschichte voller Exotik um das Dschungelmädchen „Rima“ spielt gegen Ende des 19.Jahrhunderts in den unerforschten Urwäldern Guayanas. Der weiße Venezolaner Mr. Abel ist voller Vorurteile gegenüber den Indios, lebt jedoch unter und von Ihnen, dabei aber immer auf der Suche nach Gold und Edelsteinen. Der furchtlose Abenteurer findet zwar keine Schätze, doch er trifft auf das „Vogelmädchen“ Rima, eine feenhafte Gestalt, die in völligem Einklang mit den Geschöpfen des Waldes lebt und deren Herkunft mysteriös ist. Ihrem Zauber ist er sofort verfallen. Die Indios hassen sie, weil sie ihnen das Jagdgebiet verleidet. Sie wären die „Hexe“ liebend gerne los. Keine guten Aussichten für eine Romanze…

Im März 2017 kommt der Bildschriften Klassiker „Hernan der Korsar“ von Salinas. Der Argentinier José Luis Salinas, der in erster Linie durch seine großartige Wild West-Serie „Cisco Kid“ weltweit bekannt wurde, ist der Zeichner einer Reihe weiterer Comics, die in Deutschland bisher kaum jemand kennt. Die in der Karibik spielende Piratengeschichte um den jungen Hernan, der bei einem Kapitän aufwächst und unter abenteuerlichen Umständen einen Piratenschatz entdeckt und seinen Vater wieder findet, gilt als das erste große Comicepos Argentiniens.

José Luis Salinas war nicht nur der Zeichner, sondern er schrieb auch das Szenario dazu. Die erste Seite erschien im argentinischen Magazin „Patoruzu“ im Dezember 1936. Jede Ausgabe enthielt jeweils einseitige Fortsetzungsgeschichten in Schwarz-Weiß. Salinas’ künstlerische Leistung ist umso höher zu bewerten, wenn man weiß, dass er sich das Zeichnen im Selbststudium beibrachte. Sein Stil ist stark beeinflusst von den Künstlern Alex Raymond und Harold Foster. Kritiker sind sich einig, dass seine Arbeiten denen dieser Meister des Goldenen Zeitalters der Comics in nichts nachstehen.

Ebenfalls für März 2017 ist „Perlen der Comicgeschichte Band 3“ geplant. Der Titel der dritten Ausgabe ist „Fletcher Hanks’ bizarre Comic-Kunst“. Genialität oder Primitivität – am Werk von Fletcher Hanks scheiden sich die Meinungen, wie an keinem zweiten Zeichner amerikanischer Golden Age Comics der späten 30er, frühen 40er Jahre. Dabei dürfte Hanks einer der sehr wenigen Cartoonisten seiner Zeit gewesen sein, die echte künstlerische Aspekte in ihre Arbeit eingebracht haben: Surreales wie flammende, körperlose Klauenhände, die in afrikanischen Dschungeln herumgeistern, Figuren, die wie bei René Magritte in der Schwerelosigkeit gehalten werden, fliegende Panther, die an Dali erinnern, Experimente mit grafischen und textlichen Wiederholungseffekten und Mustern, die bei Hanks Ideenreichtum und der kreativen Abgedrehtheit all seiner Strips, nicht bloß formelhaft daherkommen.
Das alles in einem Minimalstil, der schon Elemente der Pop Art Comics aus den 60ern vorwegzunehmen scheint und auch Assoziationen an die Exzentrik der Outsider Kunst hervorruft.
Hanks war nur knapp über ein Jahr – um 1940 – für die Comic Books tätig.
Umso bemerkenswerter das starke neuerliche Interesse an seinen Arbeiten, das sich nach über 70 Jahren auch in umfangreichen Buchwiederveröffentlichungen in den USA und Italien spiegelt.
Der Band hat, wie die beiden vorangegangenen Bücher, 100 Farbseiten mit 12 abgeschlossenen Geschichten aus der Feder von Fletcher Hanks und außerdem eine ausführliche Biografie des Künstlers.

Eckhard Friedrich vom BSV über seine weiteren Planungen: „Ich habe noch weitere Sachen „in der Röhre“ wie „Der schwarze Korsar“ (Salgari). Außerdem plane ich die „Planet Comics“ (erschienen bei Fiction House von 1940 -1953) zu veröffentlichen. Wahrscheinlich als Hardcover-Bücher (um die 70 Seiten).“

BSV Hannover bei Spielebote

von Michael Hüster
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Mrz 15

Silver 1 – Der Fluch der Silberdrachen

Posted in Comics von Lars

Schreiber & Leser - Silver 1 - Der Fluch der Silberdrachen

Stephan Frank, seit 25 Jahren in Hollywood tätig, veröffentlichte seinen ersten Comic. Es ist eine Vampirgeschichte, angelehnt an den Klassiker Dracula.

Angesiedelt im New York 1931 beginnt er mit neuen Figuren eine weitere Variante dieses Stoffes, die zunächst als Gaunerstück beginnt.
Der Dieb James Finnigan möchte Wertvolles aus einem Ausstellungsraum klauen. Doch die Polizei lauert ihm auf und er kommt in die Bredouille. Auf der Flucht hilft ihm ein Küchenjunge, der ihm indirekt einen Weg in ein geheimes Zimmer weist. In einem Regal in diesem dunklen Raum findet er zufällig einen Silberbarren und ein altes Buch, geschrieben von niemand anderem, als dem berühmten Jonathan Harker. Darin wird von einem riesigen Schatz in Transsylvanien berichtet, der wohl noch immer unentdeckt ist. Die Gier nach Reichtum erwacht. Er rekrutiert die kämpferische Enkelin von Harker, eine Art Vampirjägern (mit Schwert aus Silber, was denn sonst), und macht sich mit ein paar zwielichten Kumpanen und dem in diesem Kreis plötzlich wieder auftauchenden Jungen auf den Seeweg nach Rumänien…

So weit in Kürze der 1. Band und Anfang dieser neuen Horror- und Action Serie. In leicht abstrakten Zeichnungen in schwarz-weiß vermittelt vor allem die prima Verwendung von Schatten in den Bildern etwas Unheimliches und Drohendes. Die Figuren werden für den Anfang ausreichend charakterisiert, und der Hintergrund des Abenteuers scheint sowieso nicht unbekannt zu sein. Angereichert mit ein, zwei Szenen mit Action bereitet dieser 1. Teil alles für ein spannendes Abenteuer vor. Das beginnt rasant, erfrischend und auch mit Humor. Zwar nicht wirklich neu als Grundidee, jedoch durchaus mit einem Ansatz, der wohl mit viel Action aufwarten wird; mit einer Suche nach einem geheimnisvollen Schatz nach Art eines Indiana Jones; und mit Übersinnlichem. Denn der Junge kann in gewisser Weise in die Zukunft schauen!
Auf 20 Seiten Bonusmaterial erläutert der Künstler seine Schaffensprozesse, seine Korrekturen und gibt Einblicke in Skizzen.

Silver – 1. Der Fluch der Silberdrachen
Text und Zeichnungen: Stephen Franck
112 Seiten
Schreiber und Leser
14,95 Euro

von Rolf Pressburger
Quelle: PPM Vertrieb
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Mrz 13

Wonder Woman, neuer Trailer

Posted in Allgemein von Lars

Der offizielle Wonder Woman Trailer bietet uns einen Blick auf den neuen DC Film, der diesmal während des 1. Weltkriegs spielt und die Herkunftsgeschichte von Wonder Woman erzählt. Kinostart: 15. Juni 2017

 

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