Okt 23

Träume: Coraline als „traumhafte“ Heldin

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Die bunte Welt der Splitter-Comics

Träume: Coraline als „traumhafte“ Heldin - Die bunte Welt der Splitter-Comics

Das ungewöhnliche an dieser Splitter-Serie ist sicher das Autorenteam selbst: Superhelden meets Franko-Belgier.

Zeichner Terry Dodson hat sich bisher vor allem mit Serien wie Spider-Man, X-Men, Witchblade und Wolverine einen Namen gemacht. Denis-Pierre Filippi ist in Deutschland durch Das Buch von Jack und Das Buch von Sam (Ehapa) in Erscheinung getreten.

Im ersten Band von Träume konzentriert sich die Handlung vor allem auf das Aussehen der optisch sehr gelungenen Hauptperson namens Coraline Doucet.

Die charmante Coraline wird als Betreuerin für den jungen Sohn eines reichen Herzogs engagiert. Vernère ist ein Tüftler und Erfinder und scheint sich nur für seine Kreationen und Spielzeuge zu interessieren. Zum Hause gehören noch Butler Ekborn und die Haushälterin Guérande. Ekborn kann im Gegensatz zu seinem jungen Herrn seine Augen nicht von Coraline lassen …

Der einfallsreiche Genius hasst „Kinderkram“ und ist überaus anstrengend, eben so, wie man sich klischeemäßig einen Erfinder vorstellt. Trotzdem versucht Coraline, ihren Schützling zu verstehen.

In ihrem neuen Zuhause wird sie immer wieder in seltsame und überraschende Traumwelten hineingezogen, die sich überaus erotisch gestalten…

Bisher wird in der Handlung absolut nichts bekannt, welchen Weg die Story nehmen und was hinter den Träumen der Heldin stecken könnte bzw. wodurch diese ausgelöst werden. Die Handlung hätte für meinen Geschmack substanziell mehr Inhalt haben können. Die Autoren beschränken sich darauf, das Umfeld der Handlung und ausführlich die Traumsequenzen von Coraline zu beschreiben. Die Zeichnungen sind dagegen sehr ansprechend.

Zielgruppe des Comics: vor allem Männer, denn Coraline zeigt oft und viel nackte Haut.

Träume 1: Coraline
Zeichnungen: Terry Dodson
Text: D.-P. Filippi
von Michael Hüster

Quelle: PPM Vertrieb

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Okt 23

ILC – I Love Comics präsentiert ein Fantasy-Classic-Abenteuer

Posted in Comics von Lars

Die Maske des Dr. Fu Manchu

ILC - I Love Comics präsentiert ein Fantasy-Classic-Abenteuer - Die Maske des Dr. Fu Manchu

Sax Rohmer (1883-1959), der mit bürgerlichem Namen Arthur Henry Sarsfield Ward hieß, war ein englischer Kriminalautor, der insgesamt 13 Romane mit Dr. Fu Manchu verfasste, die zwischen 1913 und 1959 entstanden.

Es existieren viele Verfilmungen mit Dr. Fu Manchu und seinem ewigen Gegenspieler Sir Denis Nayland. Der berühmteste Darsteller von Dr. Fu Manchu dürfte wohl der britische Schauspieler Christopher Lee gewesen sein (1922-2015).

Das vorliegende ILC-Comicheft „Die Maske des Dr. Fu Manchu“ basiert auf dem Roman “The Mask of Fu Manchu“ aus dem Jahre 1932. Das Abenteuer umfasst insgesamt 25 Comicseiten und erschien 1952 bei Avon Periodicals. Zeichner der Geschichte ist Wally Wood.

Verleger Karl-Heinz Hörnig über das Abenteuer: „Ich kaufe alte Originale und scanne und restauriere diese dann. Fu Manchu ist ein One Shot, also ein Einzelheft und ist Heft 1 der Serie ILC-Fantasy-Classic. In der Serie erscheinen verschiedene One-Shots. Die nächste Ausgabe kommt im November 2017und heißt „König Salomons Diamanten“.

Dr. Fu Manchu ist der Anführer einer gigantischen Geheimorganisation mit dem Namen Si-Faan. Sein Ziel ist die Weltherrschaft. Doch zum Glück gibt es da Sir Denis Nayland Smith, der sich als ewiger Widersacher den Machenschaften des Dr. Fu Manchu entgegenstellt.

Eine Gruppe, bestehen aus dem Orientalisten Sir Lionel Barton, seiner Tochter Rima, van Berg und Barton-Assistent Shan Greville, hatte Relikte im Grabmal von El Mokanna gefunden. El Mokanna war ein Moslem, der sich 770 n. Chr. selbst zum Gott erklärt hatte. Diese Relikte, eine Maske, ein Schwert und Goldtafeln mit einem Glaubensbekenntnis, werden schnell zum Objekt der Begierde von Dieben, die von Dr. Fu Manchu angeheuert wurden.

Zwischen dem Doktor und der Gruppe um Barton entwickelt sich ein Katz und Maus – Spiel um den endgültigen Besitz der echten Relikte, den Barton hatte zur Täuschung von Dieben extra Duplikate herstellen lassen…

Das Abenteuer ist mit 25 Comicseiten recht übersichtlich und daher auch recht schnell gelesen. Das Skript beinhaltet dennoch diverse überraschende Wendungen und Ortswechsel. Eigentlich lese ich nur sehr selten nostalgische Comics. Diese Geschichte hat mir aber wirklich gut gefallen. Schade, dass es nicht mehr gibt von den Dr. Fu Manchu – Geschichten. Das verwendete gelbliche Papier unterstreicht das Nostalgiegefühl.

Band 1 beim Spielebote

Quelle: PPM Vertrieb

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Okt 14

Cross Cult startet eigenes Manga Label: Manga Cult

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Andreas Mergenthaler: Wir haben uns schon länger mit dem Gedanken beschäftigt, Manga zu veröffentlichen.

Cross Cult startet eigenes Manga Label: Manga Cult - Andreas Mergenthaler: Wir haben uns schon länger mit dem Gedanken beschäftigt, Manga zu veröffentlichen.

Der Manga-Markt in Deutschland ist weiterhin erfolgreich und legt stetig etwas zu. Die Szene ist sehr lebendig und so fand der Cross Cult – Verlag aus Ludwigsburg, dass es eine recht günstige Zeit wäre, um mit einem neuen Manga-Verlagslabel an den Start zu gehen.

Cross Cult fügt also seinen bisherigen erfolgreichen Säulen US-Comics und Romane mit den Mangas einen weiteren Bereich hinzu, der langsam und vorsichtig ausbaut werden soll.

Bei den Manga-Themen wird der Verlag vorerst den Cross Cult – typischen Genres SF, Fantasy, Horror und Action treu bleiben. PPM befragte Cross Cult-Verleger Andreas Mergenthaler zu Manga Cult.

Hallo Andreas. Wie ist es dazu gekommen, in die Publikation von Mangas einzusteigen?

Andreas Mergenthaler: Wir haben uns schon länger mit dem Gedanken beschäftigt, Manga zu veröffentlichen. Ein wenig in diese Richtung ging es schon mit Avatar und Monstress. Beide Reihen werden von Japanerinnen gezeichnet. Auch Lone Wolf 2100 geht in diese Richtung. Und als nun Michael Schuster bei uns ins Team gekommen ist, der ein großes Faible für Manga hat und der auch schon ein paar Monate in Japan studiert hat, konnte es dann richtig losgehen. Er fungiert nun, neben seinen anderen Aufgaben (Lizenzen/Verträge und Kalkulationen) auch noch als Manga-Chefredakteur.

Auf der letztjährigen Buchmesse wurden Kontakte zu den japanischen Verlagen bzw. Agenturen hergestellt und gefestigt, wir haben uns mit Händlern, Kollegen und Leuten aus der Manga-Szene unterhalten, überlegt, wie das erste Cross Cult Programm mit „richtigen“ Manga aussehen könnte. Es hat sich herauskristallisiert, dass wir vorerst den Cross Cult typischen Genres treu bleiben sollten – also SF, Fantasy, Horror, Action – und dass es einige bekannte Manga-Reihen gibt, die mittlerweile nicht mehr auf Deutsch erhältlich sind und die man im hochwertigen Cross Cult Style neu auflegen könnte. Wobei uns bewusst ist, dass die Manga-Szene generell sehr preissensitiv ist. Dieses Konzept gefiel den Lizenzgebern, die ja normalerweise sehr vorsichtig sind, was neue Partnerverlage angeht.

Von den üblichen Massentiteln, den typischen Mädchen-Manga, lassen wir erstmal die Finger. Da gibt es in der Tat ein großes Angebot von starken deutschen Verlagen. Der rasche Erfolg von Kazé hat aber gezeigt, dass man im hiesigen Manga-Markt noch Angebotslücken finden kann. Wobei Kazé natürlich den Vorteil hat, dass sie direkt mit den Japanern „verbandelt“ sind und dass sie zu einem großen Konzern gehören.

Wir werden uns nicht nur auf hochwertige Sammelbandausgaben beschränken, sondern auch neue, bzw. auf Deutsch bislang unveröffentlichte Serien ins Programm nehmen. Aber jetzt schauen wir erstmal, wie das Start-Programm ankommt. Da sind neben zwei „Klassikern“ ja auch Neuveröffentlichungen mit dabei.

Das Interesse der Fans und die ersten Vorschusslorbeeren fallen überraschend positiv aus – wie man im neuen Manga Cult Forum sehen kann. Der „Hunger“ der Manga-Fans scheint noch lange nicht gesättigt zu sein. Trotz des schon jetzt üppigen Manga-Angebots in Deutschland und den Scanlation-Fan-Übersetzungen. Die Szene ist sehr lebendig, nach einer Schwächephase vor ein paar Jahren. Es ist also gerade eine recht günstige Zeit, um mit einem neuen Manga-Verlagslabel an den Start zu gehen.

Was die Produktionsseite angeht, haben wir übrigens vor vielen Jahren schon reichlich Erfahrungen sammeln können, weil wir damals für EMA und Carlsen scannen und lettern durften. Die Kollegen haben diese Arbeiten mittlerweile nach Fernost ausgelagert, aber dennoch kommt uns das jetzt wieder zugute.

Und, nebenbei: Ich bin selbst auch Manga, Anime und Asia-Kino Fan – wenn auch kein Spezialist wie Michael – also freue ich mich auch aus rein persönlichen Gründen auf die neuen Themen.

Falls ihr die Manga – Sparte erfolgreich etablieren könnt: Welche Auswirkungen hat das ggf. auf euer Comic- und Roman-Programm?

Andreas Mergenthaler: Das würde nicht bedeuten, dass wir uns im Erfolgsfall von den „normalen“ Comics verabschieden werden. Insbesondere die deutschen Reihen (Gung Ho, Drifter, Das UPgrade) sind mir da sehr wichtig. Und natürlich bleiben wir auch dem Mignolaverse treu – so wie auch den starken Image Comics Reihen (The Walking Dead, Saga und co.). Auch das Aliens-Universum läuft gut. Alles in allem wird sich da also nicht viel ändern. Es wird sicher keinen so heftigen Umschwung geben, wie es damals bei Carlsen und Ehapa der Fall war, als die Manga boomten und die frankobelgischen Reihen bis auf wenige Resttitel ausgemustert wurden – in diese Lücke ist dann ja mit großem Erfolg der Splitter Verlag gestoßen. Naja, vielleicht kommt einem diese Zäsur auch nur jetzt, mit vielen Jahren Abstand, so heftig vor. Zudem läuft bei uns, allein an der Titelanzahl gemessen, ja auch alles in einem kleineren Maßstab ab. Unsere beiden bisherigen Säulen bleiben jedenfalls bestehen – also Comics und Romane – es kommt nur noch ein Bereich dazu, den wir langsam und vorsichtig und hoffentlich erfolgreich ausbauen werden.

Weitere Infos gibt es bei youtube im Cross Cult-TV/Manga Cult-TV

von Michael Hüster
Quelle: PPM Vertrieb
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